MCM in Köln zahlreich vertreten

eim 28. Generali Köln Marathon präsentierten sich die Starter des Marathon-Club Menden am vergangenen Sonntag in starker Form. Unter den mehr als 41.000 Teilnehmenden herrschte entlang der Strecke und insbesondere im Zielbereich rund um den Kölner Dom eine besondere Atmosphäre, die sich nur mit der Beschreibung „Köln on fire!“ treffend wiedergeben lässt. Durch die historische Enge der Gassen am Dom schwappte die Stimmung von den Zuschauern auf den nicht enden wollenden Lindwurm  an Läuferinnen und Läufern. Auf den letzten Metern stand die Menge dicht an dicht und trug jede und jeden über den roten Teppich ins Ziel. Mitten in diesem hochemotionalen Umfeld konnte der MCM seine sportlichen Geschichten schreiben.

Im Mittelpunkt des Geschehens aus Mendener Sicht stand zunächst die Halbmarathondistanz. Hier war Sarah Schäperklaus vom Veranstalter erstmals für das internationale Frauen-Elitefeld nominiert worden, für die aus Neheim kommende Athletin des MCM der Sprung in ein bis dahin völlig unbekanntes Umfeld. Das begann beim offiziellen Athleten-Briefing am Vorabend, reichte über den exklusiven Shuttle-Transport direkt zum Startplatz, die konzentrierte Atmosphäre und die internationalen Konkurrentinnen im geschützten Aufwärmbereich bis hin zum Start aus der vordersten Elitebox und einer unglaublichen Anfeuerung der Massen an der Strecke und beim hoch emotionalen Zieleinlauf am Dom. Nicht genug, wurde sie im Nachgang des Rennens gleich zu ihrer allerersten offiziellen Dopingprobe herangezogen.

Dabei stand der Start im Vorfeld unter keinem guten Stern: Nach drei unrunden Trainingswochen mit einem hartnäckigen Atemwegsinfekt war sich Schäperklaus über ihre sportliche Leistungsfähigkeit überhaupt nicht sicher. Mit entsprechend großem Respekt vor der ungewohnten Distanz lief sie das Rennen daher eher verhalten an. Trotz dieser taktischen Vorsicht konnte sie in einem äußerst gleichmäßigen Rennen auf ganzer Linie überzeugen. Sie passierte die Ziellinie nach herausragenden 1:15:27 Stunden, was ihr den viel beachteten fünften Platz in der Gesamtwertung der Frauen und den Rang der viertbesten deutschen Starterin einbrachte.

 Im Ziel war sich Schäperklaus direkt sicher: „Ohne den Infekt und den verhaltenen Beginn wäre es sogar noch schneller gegangen!“ Dieser Auffassung ist auch ihr Trainer Hans-Jürgen Kasselmann, der diese Leistung als Eintrittskarte in alle Elitefelder bei Deutschlands Top-Halbmarathonveranstaltungen sieht. „Jetzt wird zunächst einmal genossen und tief durchgeatmet. Das hat sie sich auch nach ihrem gesundheitlichen Rückschlag in der ersten Jahreshälfte und der harten Arbeit im Nachgang  redlich verdient. Sie ist jetzt viel stärker zurückgekommen und das ist das Wichtigste unter dem Strich!“

Angeführt von Schäperklaus zeigte die gesamte Halbmarathon-Mannschaft des Vereins starke Leistungen, auch wenn nicht alle gesteckten Ziele wunschgemäß aufgingen. Thomas Camminady lief über eine weite Strecke des Rennens gemeinsam mit Sarah Schäperklaus auf einem enorm hohen Niveau, musste das Tempo auf der zweiten Hälfte jedoch abreißen lassen. Trotzdem finishte er in 1:18:53 Stunden auf dem 115. Gesamtplatz (16. M35), zeigte sich im Ziel mit dem Verlauf jedoch nicht ganz zufrieden. Marie-Christin Severin, aktuell mitten in der Vorbereitung aktuell mitten in der Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon Ende Oktober, nutzte die Station in Köln als harten Trainingsbaustein und Formtest. Obwohl auch leicht angeschlagen konnte sie ihre bislang starken Trainingsleistungen  mit 1:28:33 Stunden (79. Frau gesamt, 15. W30) bestätigen. Das geschlossene Team-Ergebnis auf der halben Distanz machten Marco Wacker (1:53:33 Std. / 192. M50) und Christina Paulokat (1:53:34 Std. / 138. W40) im dichten Kölner Feld komplett. Ein ganz besonderer Meilenstein gelang zudem Hannah Lauer-Meinke: Sie feierte in der Domstadt ihr erfolgreiches Debüt auf dieser Distanz und erreichte bei ihrem überhaupt ersten Halbmarathonstart nach 2:40:00 Stunden glücklich das Ziel (257. WHK).

Abgerundet wurde das erfolgreiche Kölner Wochenende durch die Starter des MCM auf der vollen Marathondistanz. Hier blieben zwei Läufer des Vereins deutlich unter der magischen Drei-Stunden-Marke: Sven Seilheimer knackte gleich bei seinem Debutstart die Grenze in hervorragenden 2:49:53 Stunden (132. Gesamt /18. MHK). Ihm folgte Hendrik Schöne mit  2:55:59 Stunden (231. Gesamt / 41. MHK). Einen bemerkenswerten Erfolg in den Altersklassen feierte Burkhard Schöne bei seinem 93. Marathon: Auch wenn er am Ende mehr drauf packen musste als geplant, finishte er in 3:13:45 Stunden und sicherte sich damit den herausragenden 6. Platz in der stark besetzten Kategorie M60. Carsten Knoblich konnte das Rennen in guten 3:16:27 Stunden (130. M40) bewältigen, während Kathrin Knoblich die Distanz mit 5:02:30 Stunden (91. W50) glücklich im Schatten des Doms beendete.