Die Reise zu den Deutschen 10-km-Meisterschaften nach Uelzen hat sich für den Marathon-Club Menden in mehrfacher Hinsicht gelohnt. Mit starken Leistungen und wichtigen persönlichen Entwicklungen präsentierten sich die Mendener Läuferinnen und Läufer auf der nationalen Bühne.
Für das sportliche Ausrufezeichen sorgte Niklas Röttger. Nach einer längeren Wettkampfpause und rund sechs Monaten gezieltem Trainingsaufbau lief er mit 32:53 Minuten eine persönliche Bestzeit – und das in einer neuen Leistungsklasse. Besonders überzeugend war seine Renneinteilung: Mit nahezu identischen Rennhälften bewies er ein ausgezeichnetes Tempogefühl und krönte sein Rennen mit einer deutlichen Steigerung seiner bisherigen Bestmarke. Entsprechend groß war die Freude im Ziel. Auch aus Trainersicht ist diese Leistung ein wichtiger Schritt: Der „Knoten“ scheint geplatzt zu sein. Nun gilt es, sich auf diesem Niveau zu stabilisieren und das vorhandene Potenzial weiter auszuschöpfen. Röttgers Fazit im Ziel: „So kann es jetzt weitergehen.“
Auch Sarah Schäperklaus zeigte in Uelzen ein mutiges Rennen. Nach einem schwierigen Jahresbeginn mit Fußproblemen und entsprechendem Trainingsrückstand ging sie couragiert ins Rennen und übernahm auf den ersten Kilometern sogar die Tempoarbeit im Feld. In der zweiten Rennhälfte musste sie dann noch einmal kräftig kämpfen, als sich der Trainingsrückstand bemerkbar machte. Dennoch fiel das Fazit positiv aus. Mit dem Meisterschaftsergebnis zeigte sich das Team sehr zufrieden. Wenn das Training in den kommenden Wochen wieder kontinuierlich läuft, ist hier schnell noch mehr möglich. Für Schäperklaus war zudem ein persönlicher Erfolg besonders wichtig: Nach drei schwierigen 10-km-Meisterschaften erreichte sie diesmal stark und zufrieden das Ziel – der „Fluch“ auf dieser Distanz scheint damit besiegt.
Das Gesamtfazit des Trainers fällt entsprechend positiv aus: „Uelzen war die Reise wert – das kann gerne so weitergehen.“

