04.11.2004 15:54 von Karl Gerlach
Ich bin am Samstag, den 18.12.2004, den 6e Rabo Dieverzand Boscross Marathon in Diever gelaufen. Diever ist ein relativ kleiner Ort in den Niederlanden.
Der Start befand sich in einer kleinen Seitenstraße von Diever, von wo aus es nach ca. 500 m in einen Waldweg ging. Die Strecke war in vier Runden zu laufen, wobei sich schnell herausstellte, daß es sich hier um einen wahren Crosslauf handelte. So gestaltete sich die Strecke als recht welliger Kurs, mit vielen kleinen, steilen Anstiegen und sandigen Senken. Darunter waren zwei kernige, schlammig-sandige Hügel zu erklimmen.
Die Laufstrecke führte hierbei den größten Teil über Waldwege oder ausgetretene Trampelpfade. Hierbei mußte vorallem auf die darüber verlaufenden Baumwurzeln geachtet werden. Eine besondere Kapriole an diesem Tag schlug das Wetter. Pünktlich zum Start fing es an zu regnen, welcher sich während des Laufes in Schneeregen verwandelte. So war nach der ersten Runde der Waldboden dermaßen aufgeweicht und gematscht, daß man gerade an den kurzen, kräftigen Anstiegen und Senken arg ins rutschen kam. Auch der Wind war stark vertreten, so daß man zusammen mit der vorhandenen Nässe aufpassen mußte, nicht auszukühlen. Ein weiterer Wetterhöhepunkt war Ende der dritten Runde ein ca. 10 minütiger Hagelschauer, der von Blitz und Donner begleitet wurde.
Als ich nach 3:41:49 Stunden das Ziel erreichte, war ich nur froh, daß es warme Duschen gab. Abschließend kann ich sagen, daß dies ein interessanter, gut organisierter Lauf ist. Das Teilnehmerfeld ist klein und übersichtlich, aber auch mit Läufern aus Deutschland und Belgien gemischt. So belegte ich mit meiner Zeit den 12. Platz von 77 Marathonfinishern.
Die Strecke selber fand ich spannend, wenn auch gewöhnungsbedürftig, da es sich hier um einen wirklich originellen Marathon in Form eines Crosslaufes handelte. Zwar war das Wetter grausam und erschwerte das Laufen enorm, trotzdem fand ich dieses Erlebnis toll, auch auf Grund der Freundlichkeit der holländischen Mitläufer.