01.05.2006 20:29 von Michael Just
Ein sehenswerter Landschaftslauf der anderen Art, der jedoch wenig Schatten bietet.
Schon
um 6.30 Uhr (Zugfahrt im Startgeld enthalten – 35 Euro) ging es los per
Zug von Koblenz Hbf. zum Startpunkt nach Oberwesel. Dort angekommen
brennt der Lorenz schon gewaltig. Das trübt aber meine gute Laune nicht.
Heute
geht es um keine Bestzeit. Ich habe mir vorgenommen diesen Lauf zu
genießen, was sich später wegen der großen Hitze (30 Grad) als
Wunschdenken herausstellt. Um 8.30 Uhr fällt endlich der Startschuß.
Die ersten Kilometer noch ganz locker, aber die Sonne gibt zu diesem
Zeitpunkt schon ihr Bestes.
Der erste Hingucker auf der Strecke
ist bei Kilometer 3 der imposante Loreleyfelsen. Weiter geht es auf der
Strecke nach St. Goar (km 5). Ein schöner Ort. Hier ist der Rhein von
zerklüfteten Felsen umgeben. Die Getränkeversorgung auf der Strecke ist
bestens organisiert und sehr reichhaltig.
Nun folgen schon die
ersten Vororte von Boppard (km 15). Immer am Rhein entlang erreiche ich
dann auch schon den Ortskern von Boppard. Die Hälfte des Marathons ist
an diesem stimmungsvollen Ort geschafft. Hier startet übrigens auch der
Halbmarathon Richtung Koblenz.
Weiter geht es über den Bopparder
Hamm (km 23), wo die Strecke bzw. die Stimmung ein bißchen öde ist. Da
ich locker losgelaufen bin, setzt mir die Hitze noch nicht so zu. Der
nächste Ort auf der Strecke ist Spay (km 28), wo die Bewohner sehr
engagiert zur guten Stimmung beitragen (zusätzliche Getränkestände, die
Läufer werden mit Wasser aus Gartenschläuchen abgespritzt). Das macht
das Laufen doch gleich erträglicher.
Weiter geht es durch das
Rheintal, wo links und rechts auf den Bergen immer wieder imposante
Burgen bzw. Ruinen zu sehen sind. Der letzte Ort vor Koblenz ist dann
schon Rhens (km 32). Dieser Ort hat sein mittelalterliches Aussehen bis
heute bewahrt. Die Stimmung dort ist sicherlich einer der Höhepunkte
des Laufes.
Nun folgen schon die ersten Vororte von Koblenz (km
36). Mittlerweile setzt mir die Hitze mächtig zu, aber die wenigen
Kilometer, die noch zu laufen sind motivieren mich dann wieder.
Ab
km 40 steigert sich die Stimmung immer mehr. Der Zielbereich am
Deutschen Eck in Koblenz ist dann das Highlight schlechthin. Tausende
von Zuschauern feuern die Läufer mit Namen an. Am Deutschen Eck mündet
die Mosel in den Rhein. Ein interessantes Schauspiel. Mit der Zeit von
3:50:27 min. komme ich schließlich ins Ziel. Angesichts der
witterungsbedingten Umstände bin ich mit der Zeit zufrieden.
Der
Mittelrheinmarathon wird mir als einer der schönsten Landschaftsläufe
in Erinnerung bleiben. Ein Lauf der großes Entwicklungspotenzial
besitzt.