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Persönliche Laufberichte

Mein Weg zum ersten Marathon!!!

02.08.2010 20:55 von Redakteur

Im März 2008 startete ich mit dem Laufen. Mein Anfangsgedanke war „Das Abnehmen" und ein bisschen fit zu werden. Nach den ersten 2 Monaten machte mir das Laufen echt Spaß. Nach jedem Lauf fühlte ich, dass ich entspannt war und somit den Alltagstress auf der Strecke lassen konnte. Anfangs lief ich immer alleine, manchmal kleine Strecken oder Runden im Huckenohl-Stadion. Als ich dann 20 Runden geschafft hatte wurde mir das „Alleinelaufen" langweilig. Ich wollte aber auf keinen Fall mit das „Laufen" aufgeben.

Meine damalige Nachbarin Christel S., die für mich ein echtes Vorbild ist, empfahl mir mal mit ihr in einer „Sonntagslaufgruppe" zu laufen. So begann mir das Laufen wieder wirklich Spaß zu machen. In dieser Gruppe lernte ich einige Mitglieder vom MCM kennen. Ich fand sie sehr sympathisch und sie gaben ihre bisherigen Erfahrungen an mich weiter.

Nach einigen Wochen merkte ich, dass ich mehr laufen und besser werden wollte. Darauf hin luden mich meine neuen Lauffreunde zum Dienstagstraining des MCM ein. Von nun an traf ich mich jeden Dienstag am Gisbert-Kranz Stadion und lief und lief und lief.....

Ich merkte sofort, dass die Laufkollegen sehr nette gute Läufer sind. Wenn es mal nicht so klappte wie ich wollte bauten sie mich auf und es ging weiter.

Nach einigen Wochen nahm ich einige  Läufer als „mein Vorbild", von denen ich Tips  bekomme.  Ich freue mich auf jeden Dienstag! Da treffen wir uns und können Erfahrungen austauschen.

Dank des MCM fing ich nun an meine ersten Wettkämpfe zu laufen. Meine Lauffreunde bauten mich vor jedem Lauf richtig auf wie z.B. mit den Worten „Pano, du schaffst das! Geh das Ganze langsam an ......"


Im April lief ich dann 30 km beim 24-Stunden-Lauf in Iserlohn und ich merkte, dass ich jetzt auch die längeren Strecken schaffen konnte.

 

Das Wochenende nach Pfingsten startete ich noch einmal einen „langen Lauf" und entschied für mich am 06.06.2010 an meinem ersten Marathon teilzunehmen. Natürlich beim Menden-Marathon. Mit viel Nervosität ging ich  um kurz vor 8 zum Start. Nun ging es los. Ich versuchte immer im gleichen Tempo zu laufen. Es wurde wärmer und wärmer. An den Getränkeständen wunderten sich manche, da ich keinem vorher in mein Vorhaben eingeweiht hatte. Sie feuerten mich an und wünschten mir viel Erfolg. Alle unterstützen mich tatkräftig!

 

Doch meine Kräfte ließen mehr und mehr nach. Als ich bei km 30 ankam, hatte ich das erste mal den Gedanken aufzugeben. Meine Laufkollegen, das Versorgungsteam bei „Bauer Hans" feuerten mich an und ich freute mich. Von da an begleitete mich S. bei der öden Schleife in Richtung Wimbern. Sie verwickelte mich in Gespräche und redete mir zu. So vergingen wieder ein paar Kilometer. Wieder am Getränkestand angekommen, sprang A. für sie ein. Jetzt hieß es: Nur noch 10 km!! Ich hatte es nun soweit geschafft. A. redete auf mich ein und baute mich mehr und mehr auf. Die Zeit verging wie im Flug. Als wir kurz vor der Westschule ankamen, sagte sie: Pano, wenn du nun in dem Tempo weiterläufst kannst du es unter 4:30 Std. schaffen oder du gehst den Rest, aber du kommst an!

 

Jetzt kam mein Restehrgeiz durch. Ich wollte es schaffen. Es ging am Güterbahnhof vorbei und ich  kam mit 04:29:18 Stunden überglücklich ins Ziel. Ich hatte es geschafft und dann noch in einer Zeit, mit der ich nie gerechnet hatte. Ich war so glücklich! Mein Trainingsteam hat mich in jeder Hinsicht unterstützt, mich gut mit Getränken versorgt und mich immer wieder auf der Strecke mental aufgebaut. Ohne sie hätte ich es nicht geschafft.

 

Alle sagten mir vorher, dass man mit Willen, Spaß und Freude am Laufen einiges erreichen kann. Ich kann nur jedem Läufer den MCM weiterempfehlen. Wir sind ein Team. Sie  sind freundlich, nett und sympathisch. Auf jeden Läufer wird Rücksicht genommen und man bekommt gute Ratschläge fürs Laufen. Man kann von einiges lernen. Sie sind meine „Vorbilder" wie ich es oft beim Training von mir gebe und ich hoffe noch viel von ihnen zu übernehmen.

 

Persönlich empfinde  ich beim Laufen große Freude, habe die sogenannten Glücksmomente, kann den Alltag hinter mir lassen und genieße einfach die Natur und kann so meinen persönlichen Stress abbauen. Der Lauf kann noch so anstrengend sein, im Nachhinein stellt man immer wieder fest, dass man was Tolles geleistet hat und genau das baut mich auf.


Mein ganzer Dank geht an die Dienstagslaufgruppe. Ihr habt mich von Anfang an verstanden und super unterstützt. Ich bin echt froh, dass es euch gibt. Ihr seid die „Größten".


Panagiotis (Pano) Zissis

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