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Persönliche Laufberichte

....98,99,100, fettisch (fertig)

03.10.2009 13:57 von Thomas Kuschel

Die 100 Kilometer von Ahrweiler 2009 mit Deutschen Meisterschaften

Nun, was soll ich sagen. 100km zu laufen ist nie einfach oder leicht. 100km sind und bleiben immer ein Stück weit Quälerei - für den Körper, aber auch im Kopf (dort bedeutend mehr als man sich vorstellen kann). Aber die 23. Deutsche Meisterschaft im 100km Straßenlauf sind Geschichte und ich war dabei.

 

Viele alte Bekannte waren da, eine schöner Kreis gleichgesinnt Bekloppter. Ich habe Samstags morgens bei noch völliger Finsternis mit 161 LäuferInnen hinter der Startlinie in Ahrweiler gestanden. Es war 6:30 Uhr in der Frühe, als wir los trabten. Der 5km Rundkurs führte die Ahr hinauf, über eine Brücke und auf der anderen Seite wieder den Fluss hinab, über eine weitere Brücke auf die Startseite und wieder zum Start/Ziel. Sowohl an Start/Ziel auf einem Schulgelände als auch auf der Gegenseite musste man eine wenige hundert Meter lange Schleife laufen. Insgesamt ein netter Kurs. Fand ihn ganz angenehm (zumindest so ab Runde 3, als man auch sah, was links und rechts der Strecke lag. 22 Höhenmeter auf 5 Kilometern sind nicht viel, zumal man ja 2 Brücken und die Meter für den Flusslauf mit einrechnen muss, insgesamt schon sehr flach. Und gut zu laufen. Nicht jeder kommt mit Runden klar, aber je öfter ich das mache, desto besser kann ich es. Klar kann ich euch nach 20 Runden jetzt aufzählen, wo ein Gully war, wo sich in den Pflastersteinen eine Welle gebildet hatte, wie dicht die Bäume auf welchem Streckenabschnitt standen und noch viele total unnötige kleine Details, aber es ging. Neben dem Start/Zielbereich gab es noch einen Verpflegungspunkt vor Kilometer 3. Die dort aufgestellten DIXIs habe ich schon in der dritten Runde besucht. Dann noch mal nach 42 Kilometern. Dann war alles draußen und meinem Magen/Darm ging es richtig gut. Gegessen habe ich nichts, außer hin und wieder mal ´nen Stückchen Schokolade, aber getrunken sehr viel, erst Cola mit Iso oder Mineralwasser, später nur Cola. Insgesamt war trinken auch recht wichtig. Nach unter 5 Grad am Start ging das Thermometer bei der immer wieder herauskommenden Sonne schnell nach oben und erreichte am Nachmittag doch deutlich über 15 Grad. Windig war es im Tagesverlauf immer mehr. Das war teilweise schon richtig übel-heftig. Naja, ich habe halt so meine Runden gezogen für Stunden und Stunden und immer gewartet, dass ich irgendwann einbrechen würde. Aber der Mann mit dem Hammer hatte sich wohl am Tag der Deutschen Einheit frei genommen. Und so bin ich munter durch und in einer von mir selber nicht erwarteten Zeit von 10:04:25 ins Ziel gekommen. Es ging mir wirklich gut, ohne irgendwelche Probleme. Ich habe nicht nur gefinisht, ich bin (für ´nen 100er) richtig gut ins Ziel gekommen. War ein tolles Gefühle. Bin jetzt noch auf einer Welle oben drauf und die trägt gut. Ich fand es toll, es hat sich wirklich gelohnt und sehr viel Spaß gemacht. Und das meine ich ernst, es hat wirklich Spaß gemacht, es war ´ne Schinderei, aber ´ne schöne, ´ne gute, die ein absolut krönendes Ende gefunden hat.

 

Ach so, für die, die es interessiert. Der Deutsche Meister hat in 7:21 gefinisht, für eine DM eine nicht sehr gute Zeit. Meine 10:04:25 haben mich zum 64. gesamt gemacht, was nahezu exakt in der Mitte liegt. In der Deutschen Meisterschaftswertung bedeutet das den 45. Platz. Eine Altersklassenplatzierung gibt es nicht, da bei den Männern laut DLV bei 100km die Senioren erst ab 40 anfangen (Frauen ab 35). Also bin ich dieses Jahr das letzte Mal in der Hauptklasse gestartet.

 

Das war´s von meiner Seite. Euch noch viel Spaß bei allem, was ihr so vorhabt und die allerbesten Grüße

TOM

100er (nur gefinisht, nicht gefühlt)

 

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