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Rabo Dieverzand Boscross Marathon 2004 in Diever (Niederlande)
-Ein niederländischer Cross-Marathon mit "Schlechtwettergarantie"
-Bericht von Karl Gerlach
Ich bin am
Samstag, den 18.12.2004, den 6e Rabo Dieverzand Boscross Marathon in
Diever gelaufen. Diever ist ein relativ kleiner Ort in den Niederlanden.
Der Start befand sich in einer kleinen Seitenstraße von Diever,
von wo aus es nach ca. 500 m in einen Waldweg ging. Die Strecke war in
vier Runden zu laufen, wobei sich schnell herausstellte, daß es
sich hier um einen wahren Crosslauf handelte. So gestaltete sich die
Strecke als recht welliger Kurs, mit vielen kleinen, steilen Anstiegen
und sandigen Senken. Darunter waren zwei kernige, schlammig-sandige
Hügel zu erklimmen.
Die Laufstrecke führte hierbei den größten Teil
über Waldwege oder ausgetretene Trampelpfade. Hierbei mußte
vorallem auf die darüber verlaufenden Baumwurzeln geachtet werden.
Eine besondere Kapriole an diesem Tag schlug das Wetter. Pünktlich
zum Start fing es an zu regnen, welcher sich während des Laufes in
Schneeregen verwandelte. So war nach der ersten Runde der Waldboden
dermaßen aufgeweicht und gematscht, daß man gerade an den
kurzen, kräftigen Anstiegen und Senken arg ins rutschen kam. Auch
der Wind war stark vertreten, so daß man zusammen mit der
vorhandenen Nässe aufpassen mußte, nicht auszukühlen.
Ein weiterer Wetterhöhepunkt war Ende der dritten Runde ein ca. 10
minütiger Hagelschauer, der von Blitz und Donner begleitet wurde.
Als ich nach 3:41:49 Stunden das Ziel erreichte, war ich nur froh,
daß es warme Duschen gab. Abschließend kann ich sagen,
daß dies ein interessanter, gut organisierter Lauf ist. Das
Teilnehmerfeld ist klein und übersichtlich, aber auch mit
Läufern aus Deutschland und Belgien gemischt. So belegte ich mit
meiner Zeit den 12. Platz von 77 Marathonfinishern.
Die Strecke selber fand ich spannend, wenn auch
gewöhnungsbedürftig, da es sich hier um einen wirklich
originellen Marathon in Form eines Crosslaufes handelte. Zwar war das
Wetter grausam und erschwerte das Laufen enorm, trotzdem fand ich
dieses Erlebnis toll, auch auf Grund der Freundlichkeit der
holländischen Mitläufer.
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