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Alpin-Marathon
2006 in Oberstaufen
- Ein Bericht von Karl Gerlach
Am
Samstag, den 01. Juli 2006, stand Oberstaufen im Zeichen des
Laufsports.
So fanden sich 251 Starter zum 4. Alpin Marathon in Oberstaufen ein.
Auf der Laufstrecke haben neben Bergläufern der Extraklasse
auch unzählige Läufer gemeldet, für die der
Laufgenuß und das Landschaftserlebnis im Vordergrund stehen.
Auf landschaftlich traumhaften Strecken führt der Alpin
Marathon von Oberstaufen über Weissach und Steibis zum
Imberghaus. Bis hier hat man schon einen guten Vorgeschmack bekommen,
was einen noch erwartet.
Wie zur Erholung geht es nun ca. 1,5 km abwärts. Das tut
richtig gut.
Aber dann kommts. Nun geht es bergauf zur Falkenhütte und
weiter zum
höchsten Punkt der Strecke, der Hochgrath Bergstation. Hier
wird auch gewendet und es geht wieder talabwärts. Daß ich bis
hier, ca. 23 km, einen Großteil der Höhenmeter absolviert habe, merke ich
nun recht deutlich. Ich bin zuerst einmal froh, daß es nun
bergab geht.
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Aber schnell merke ich, wie die steilen Bergabpassagen in die
Oberschenkel
gehen. Ich frage mich langsam, was schlimmer ist, bergauf oder bergab.
Durch das warme Wetter sind die Wege trocken und man kommt auf dem
Geröll schnell ins rutschen. Dies erschwert das bergablaufen
zusätzlich.
So geht es nun mit einigen noch kleinen, aber recht knackigen
Anstiegen, über Steibis, Weissach, Bad Rain zurück
nach Oberstaufen.
Ich bin erleichtert, als ich in Kalzhofen im Sportstadion auf die
Tartanbahn einbiege und dem Ziel entgegen laufe.
Ich muß sagen, daß dies ein landschaftlich
wunderschöner Lauf ist, den ich jedem empfehlen kann, der
alpin laufen möchte. Allerdings muß man auch dazu
sagen, daß dieser Lauf auch einiges von den Läufern
abverlangt.
Die Strecke hat viele kurze, als auch längere kernige
Anstiege, die es wahrhaft in sich haben. Auch die Abstiege sind
stellenweise steil und drücken heftig in die Oberschenkel.
Vor allem sollte man sich aber darüber im klaren sein,
daß es im alpinen Bereich über schmale Pfade geht,
die sehr eckig und kantig sind. Trittsicherheit ist hier gefragt. Ich habe etliche große
Felsbrocken überwinden
müssen, auch ragen etliche Baumwurzeln zentimeterhoch
über den Laufpfad.
Man muß konzentriert auf die Strecke achten. Nicht umsonst
hat man auf
einigen Metern ein Seil, was man fassen kann. Immerhin geht es an den
Seiten steil bergab. Auch muß einmal auf dem Pfad eine Leiter
bestiegen
werden, um weiter auf dem Pfad zu bleiben. Ich kannte aus dem letzten
Jahr bereits den Swiss Alpin, fand diesen Lauf
in Oberstaufen vom alpinen Teil her jedoch anspruchsvoller.
Entschädigt wird der Läufer allerdings mit einer
grandiosen Aussicht. Natürlich vor allem auf dem alpinen Teil.
Da war das warme Wetter doch von Vorteil. Obwohl der Start bereits
morgens um 8:30 Uhr stattfand, stand die
Sonne am Himmel. Immerhin lagen die Temperaturen während des
Laufes um die
30°.
Von den 251 Startern haben 214 das Ziel erreicht.
So war ich mit meiner Zeit von 4 Stunden und 30 Minuten noch recht gut
im Rahmen. Ich habe damit den 44 Platz gesamt belegt.
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