"Monaco-Half-Ironman" -
das war für die Iserlohner Triathleten Verena Walter
und Carsten
Scholz ein beeindruckendes Erlebnis. Die beiden reisten schon
fünf
Tage vor dem Wettkampf an und konnten somit auf der Schwimmstrecke am
"Larvotto-Beach" ausgiebig trainieren. An das salzhaltige Wasser
mussten sie sich allerdings erst gewöhnen.
Zur Einstimmung auf den Wettkampf gab es bereits am Freitag die
obligatorische
Pasta-Party, aber nicht mit der üblichen "Schlägerei"
am
Nudelbüffet, sondern Monaco-typisch mit Messer und Gabel,
Tischgetränken und gutem Service. Am Sonntag um 7 Uhr fiel der
Startschuss zum Half-Ironman mit 1900 m Schwimmen, 90 km Radfahren und
21,1 km Laufen.
Gestartet wurde vom Strand aus, was für die Iserlohner ein
Novum
darstellte. Nach zwei Schwimmrunden ging es in die Wechselzone auf der
Promenade, und bereits nach dem ersten Radkilometer begann der lange
Anstieg hinauf in das bergige Hinterland von Monaco. Der
ansonsten herrliche Blick auf das Meer war durch einige Regenwolken
stark eingeschränkt. Die Radstrecke musste man sich gut
einteilen,
denn die Berge hatten es in sich.
Ein Problem waren auch die Serpentinen-Abfahrten, was Verena Walter 5
km vor dem Ziel schmerzhaft zu spüren bekam. Auf nasser
Fahrbahn rutschte ihr Hinterrad weg, und ein böser
Sturz war
die Folge. Der Helm bewahrte sie vor einer schweren Verletzung, so dass
sie das
Rennen mit Prellungen und Schürfwunden fortsetzen konnte. Das
Laufen bewältigte sie den Umständen entsprechend sehr
gut.
Die Strecke führte durch Monte Carlo, durch den
berühmten Formel-1-Tunnel, am Hafen vorbei und einen kleinen
Anstieg hoch zum Casino, wo sich das Ziel befand.
Die Kulisse überwältigte die beiden Iserlohner.
Carsten
Scholz hatte seine Partnerin auf der Laufdistanz überholt
und einen zweiminütigen Vorsprung herausgeholt.
Die Ergebnisse:
Carsten Scholz: 34. AK 30 5:20:57 Std
(31:28 Schwimmen /
3:55 Wechsel / 3:07:34 Rad / 3:18 Wechsel / 1:34:42 Lauf)
Verena Walter: 5. AK 25 5:22:51
(26:29 / 3:45 /
3:08:17 / 3:15 / 1:41:05).
Verena konnte keinen Hawaii-Slot mit nach Hause nehmen, denn
in
ihrer Altersklasse war nur einer zu vergeben. Den holte sich
eine
Engländerin mit einer Endzeit von 5:11:56 Stunden.
Einen Trost gab es aber doch noch für die ITT-Athletin. Denn
bei der Siegerehrung wurde
sie für den schnellsten Rad-Split aller Altersklassen geehrt -
trotz des Sturzes.
Insgesamt kamen 531 Teilnehmer ins Ziel.