Marathon-Club Menden e.V.
 

Mittelrhein-Marathon 2006
- Von Oberwesel über die Loreley, St. Goar und Boppard nach Koblenz ans Deutsche Eck
- Ein Bericht von Michael Just
 
Ein sehenswerter Landschaftslauf der anderen Art, der jedoch wenig Schatten bietet.

Schon um 6.30 Uhr (Zugfahrt im Startgeld enthalten – 35 Euro) ging es los per Zug von Koblenz Hbf. zum Startpunkt nach Oberwesel. Dort angekommen brennt der Lorenz schon gewaltig. Das trübt aber meine gute Laune nicht.

Heute geht es um keine Bestzeit. Ich habe mir vorgenommen diesen Lauf zu genießen, was sich später wegen der großen Hitze (30 Grad) als Wunschdenken herausstellt. Um 8.30 Uhr fällt endlich der Startschuß. Die ersten Kilometer noch ganz locker, aber die Sonne gibt zu diesem Zeitpunkt schon ihr Bestes.

Der erste Hingucker auf der Strecke ist bei Kilometer 3 der imposante Loreleyfelsen. Weiter geht es auf der Strecke nach St. Goar (km 5). Ein schöner Ort. Hier ist der Rhein von zerklüfteten Felsen umgeben. Die Getränkeversorgung auf der Strecke ist bestens organisiert und sehr reichhaltig.

Nun folgen schon die ersten Vororte von Boppard (km 15). Immer am Rhein entlang erreiche ich dann auch schon den Ortskern von Boppard. Die Hälfte des Marathons ist an diesem stimmungsvollen Ort geschafft. Hier startet übrigens auch der Halbmarathon Richtung Koblenz.

Weiter geht es über den Bopparder Hamm (km 23), wo die Strecke bzw. die Stimmung ein bißchen öde ist. Da ich locker losgelaufen bin, setzt mir die Hitze noch nicht so zu. Der nächste Ort auf der Strecke ist Spay (km 28), wo die Bewohner sehr engagiert zur guten Stimmung beitragen (zusätzliche Getränkestände, die Läufer werden mit Wasser aus Gartenschläuchen abgespritzt). Das macht das Laufen doch gleich erträglicher.

Weiter geht es durch das Rheintal, wo links und rechts auf den Bergen immer wieder imposante Burgen bzw. Ruinen zu sehen sind. Der letzte Ort vor Koblenz ist dann schon Rhens (km 32). Dieser Ort hat sein mittelalterliches Aussehen bis heute bewahrt. Die Stimmung dort ist sicherlich einer der Höhepunkte des Laufes.

Nun folgen schon die ersten Vororte von Koblenz (km 36). Mittlerweile setzt mir die Hitze mächtig zu, aber die wenigen Kilometer, die noch zu laufen sind motivieren mich dann wieder.

Ab km 40 steigert sich die Stimmung immer mehr. Der Zielbereich am Deutschen Eck in Koblenz ist dann das Highlight schlechthin. Tausende von Zuschauern feuern die Läufer mit Namen an. Am Deutschen Eck mündet die Mosel in den Rhein. Ein interessantes Schauspiel. Mit der Zeit von 3:50:27 min. komme ich schließlich ins Ziel. Angesichts der witterungsbedingten Umstände bin ich mit der Zeit zufrieden.

Der Mittelrheinmarathon wird mir als einer der schönsten Landschaftsläufe in Erinnerung bleiben. Ein Lauf der großes Entwicklungspotenzial besitzt.

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