Marathon-Club Menden e.V.
 

Der 1. Rothaarsteiglauf von Winterberg nach Brilon
-Henry Wibberg berichtet von eine Alternative zum Rennsteig
 
Vor 3 Jahren bin ich mit Freunden den Rothaarsteig von Dillenburg nach Brilon gewandert. Seitdem habe ich eine Vorliebe für diesen wunderschönen, 154 km langen Wanderweg mitten in Deutschland. Mehr zufällig bin ich Mitte Oktober 2004 den 1. Rothaarsteigmarathon in Schmallenberg gelaufen. Holger Finkernagel rief mich freitags an, ob ich am nächsten Tag mit ihm den 1. Rothaarsteigmarathon laufen wollte. Kurz entschlossen sagte ich zu. Es war ein toller Bergmarathon.

Daher war es dann schon fast selbstverständlich, auch am 1. Rothaarsteiglauf über die Marathondistanz von Winterberg nach Brilon teilzunehmen. Es wurde auch noch eine 18 km-Strecke für Läufer, Walker und Nordic-Walker angeboten. Gerlinde Langer und Margarete Geisler entschieden sich für den 18 km-Lauf. Obwohl Regenfälle vorher gesagt wurden, erreichten wir Brilon morgens bei wunderschönem mildem Laufwetter. Nach dem Abholen der Startunterlagen dauerte es nicht mehr lange und schon fuhr der Bus zum Start nach Winterberg. Dort ging es für die ca. 150 StarterInnen richtig gemütlich zu. Im Startbereich gab es für die LäuferInnen warmen Tee und Bananen.

Um 09:00 Uhr startete der stellvertretende Bürgermeister von Winterberg den 1. Rothaarsteiglauf. Bei Sonnenschein und 14 Grad machten sich die LäuferInnen auf die 42 km lange Strecke. Insgesamt mussten 1.000 m Steigung und 1.300 m Gefälle überwunden werden. Nach 3 km passierten wir die Ruhrquelle. Bis km 15 ging es durch Wald und Wiesen erst einmal wellenartig nach oben. Dann folgte eine wunderschöne Hochheide. Bei km 18 wurde mit 850 üNN der höchste Punkt erreicht. Von 18 km bis 25 km führte der Lauf an den Bruchhauser Steinen vorbei behutsam bergab. Dieses Teilstück war eine Wohltat und wunderbar zu laufen. Ab Bruchhausen stießen wir auf die 18 km-Läufer, Nordic-Walker und Wanderer. Die Nordic-Walker und Wanderer verhielten sich äußerst diszipliniert und machten bereitwillig Platz für die Läufer. Als Nächstes ging es wieder aufwärts. Bei km 38 liefen wir an der Möhnequelle vorbei bis zur Ortschaft Petersborn, die vielen aus der Sauerlandserie bekannt ist. Zum Schluss warteten noch einige gemeine Steigungen und Gefällstrecken auf die TeilnehmerInnen. In Brilon wurden wir bei Sonnenschein und 20 Grad von etlichen Zuschauern auf dem Marktplatz begeistert empfangen.

Es war ein Lauf, von dem ich nur Positives berichten kann. Die Strecke war nicht leicht, aber in einem guten Zustand. Sie war gut ausgeschildert und Verpflegungsstellen waren alle 6 km eingerichtet. Im Ziel herrschte eine tolle Atmosphäre. Es gab Ess- und Getränkestände. Weiterhin hatten einige Sportgeschäfte ihre Verkaufstände aufgebaut. Als I-Tüpfelchen spielte noch eine Liveband.

Die Veranstalter hatten sich kurzfristig dazu entschieden, die Pastaparty nicht am Vorabend, sondern nach dem Lauf durchzuführen. Alle LäuferInnen hatten einen Gutschein in den Startunterlagen und so gab es nach der Anstrengung noch herrliche Nudelgerichte. Im Innenhof der Sparkasse waren Tische mit weißen Decken dekoriert. Man konnte aus fünf verschiedenen Gerichten auswählen. Das Essen gab es auf Porzellantellern. Das Alles war recht festlich hergerichtet. Dass es Nudeln nach dem Laufen gab, war eine gute Idee, die bei den LäuferInnen sehr gut ankam. Für die 15 € Startgeld wurde wirklich viel geboten. Wenn man bedenkt, dass die Veranstalter den Lauf zum ersten Mal durchgeführt haben, kann man nur voll des Lobes sein. Man wurde mit einer wunderschönen Landschaft und herrlichen Ausblicken belohnt und die Organisation war gut. Es ist eine echte Alternative zum Marathon bzw. Halbmarathon am Rennsteig, der am Tag zuvor stattfand.

In 3:22,58 h (Gesamtplatz 20 / 5. M40) erreichte ich das Ziel. Auf der 18 km-Strecke verfehlte Gerlinde Langer in der Zeit von 1:32,49h den AK-Sieg lediglich um 6 Sekunden und belegte in der Damenwertung den 6. Gesamtplatz (2. W45). Margarete Geisler war vom MCM die Dritte im Bunde. Sie kam im 18 km-Lauf nach 1:59,30 h ins Ziel und sicherte sich damit den Sieg in ihrer Altersklasse W60 (Gesamtplatz 43).

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